The Occultist

Shadow PC, PC

Mit The Occultist erwartet dich ein ruhiges, atmosphärisches Puzzle-Adventure, das dich auf eine düstere Insel voller Geheimnisse und übernatürlicher Ereignisse entführt.

Düsteres Mysterium mit persönlichem Antrieb

In The Occultist schlüpfst du in die Rolle von Alan Rebels, einem Ermittler für paranormale Phänomene. Seine Reise führt ihn auf die abgelegene Insel Godstone, wo er das mysteriöse Verschwinden seines Vaters aufklären will. Die Grundidee ist simpel, gewinnt aber durch die persönliche Verbindung an Gewicht. Alan kennt die Insel nur aus den Erzählungen seines Vaters, der dort aufgewachsen ist. Dadurch wird die Suche nicht nur zu einer Ermittlung, sondern auch zu einer sehr persönlichen Reise. Ein zentrales Element ist dabei Alans mystisches Pendel, das weit mehr als nur ein Werkzeug ist. Es erlaubt dir, mit der verzerrten, von dunklen Kräften durchzogenen Umgebung zu interagieren und spielt sowohl erzählerisch als auch spielerisch eine wichtige Rolle. Die Insel selbst ist mehr als nur ein Schauplatz. Godstone ist von einer düsteren Vergangenheit geprägt: Einst soll hier ein grausamer Kult gelebt haben, der bis 1950 schreckliche Rituale durchführte. Seitdem liegt die Insel verlassen, eingehüllt in Nebel und durchzogen von einer unheilvollen Präsenz. Mit deiner Ankunft beginnt eine Reise, die weit über das Verschwinden deines Vaters hinausgeht – hin zu der Frage, was wirklich auf Godstone geschehen ist und welcher Fluch bis heute auf der Insel lastet.

Fokus auf Erkundung und einfache Rätsel

Gameplay-technisch ist The Occultist ein ruhiges Puzzle-Adventure aus der Ego-Perspektive mit einer sehr dezenten Horror-Note – also auch für empfindlichere Spieler gut geeignet. Du erkundest die Umgebung, sammelst Gegenstände und löst einfache Rätsel, meist mithilfe deines Pendels. Der Anspruch bleibt dabei überschaubar: Oft reicht es, Hinweise zu finden oder Dokumente zu lesen, um Kombinationen und Lösungen zu entdecken. Im Verlauf des Spiels wird das Pendel immer wichtiger. Es erhält Fähigkeiten, mit denen du verborgene Dinge sichtbar machst oder sogar die Zeit zurückspulst, um neue Hinweise freizulegen. Das sorgt für nette Abwechslung, ohne das Spiel unnötig kompliziert zu machen. Wenn du jedoch Action erwartest, bist du hier falsch. Kämpfe oder Stealth spielen praktisch keine Rolle – der Fokus liegt klar auf Atmosphäre und Story. Dadurch wirkt das Erlebnis bewusst reduziert und entschleunigt. Das hat aber auch seine Schattenseiten: Die Spielzeit fällt mit etwa 4–5 Stunden eher kurz aus, und einige Rätsel wirken etwas erzwungen oder nicht sofort nachvollziehbar. Zusätzliche Sammelobjekte und Dokumente runden das Ganze ab und geben dir mehr Einblick in die düstere Vergangenheit der Insel Godstone.

Starke Atmosphäre mit kleinen Schwächen

Künstlerisch macht The Occultist vieles richtig. Die verschiedenen Schauplätze sind detailreich gestaltet und ziehen dich sofort in ihre düstere, geheimnisvolle Welt. Egal ob Friedhof oder verlassener Zirkus – die Kombination aus Materialien, Licht und Inszenierung sorgt für genau die richtige Mischung aus Spannung und Unbehagen. Weniger überzeugend sind dagegen die Charaktermodelle und Animationen, die stellenweise etwas unglaubwürdig wirken und aus der Immersion reißen können. Technisch läuft das Spiel insgesamt solide, auch wenn es in größeren Arealen gelegentlich zu kleineren Einbrüchen bei der Performance kommt. Das dürfte zwar noch per Patch verbessert werden, fällt aber dennoch auf. Sehr gelungen ist dafür die Audioumsetzung, die die Atmosphäre zusätzlich verstärkt. Auf der PS5 trägt auch die Unterstützung des DualSense-Controllers dazu bei, dass du noch tiefer in das Erlebnis eintauchst.

Trailer:


Fazit

The Occultist verbindet auf gelungene Weise Rätsel und Erkundung in einer dichten, geheimnisvollen Atmosphäre. Du wirst immer wieder dazu motiviert, weiterzumachen, um herauszufinden, was die Insel Godstone wirklich verbirgt. Das Spiel unterhält durchgehend und lebt vor allem von seiner Stimmung und dem Drang, die Wahrheit hinter den Ereignissen aufzudecken. Schade ist nur die recht kurze Spielzeit und die technisch nicht immer ganz saubere Umsetzung, die das Erlebnis etwas trüben.


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