
Am 23. Januar 2026 erschien das Koop-Extraction-Horror-Spiel des Entwicklers ZweiBier Indie und Publishers Reality Twist GmbH, bei dem du alleine oder zusammen mit bis zu drei weiteren Freunden Schrott für Treibstoff und Vorräte sammeln musst, um zu überleben. In meiner Review erzähle ich dir mehr.
Im Mittelpunkt steht das Überleben
Dreadway ist ein atmosphärisches PC-Spiel, das Horror mit einer ungewöhnlichen Perspektive verbindet. Statt dich durch enge Korridore oder verlassene Gebäude zu schicken, setzt das Spiel stark auf das Fahren eines Fahrzeugs durch eine feindselige, bedrohliche Umgebung. Du bist fast ständig unterwegs, immer auf der Straße, und genau daraus zieht Dreadway einen großen Teil seiner Spannung. Im Mittelpunkt des Gameplays steht das Überleben während der Fahrt. Du steuerst dein Fahrzeug durch dunkle, oft nebelverhangene Gegenden, während sich um dich herum zunehmend unheimliche Ereignisse abspielen. Dabei musst du nicht nur auf die Straße achten, sondern auch auf dein Fahrzeug selbst. Benzin, Zustand des Autos und kleine Entscheidungen während der Fahrt spielen eine wichtige Rolle. Das Spieltempo ist eher ruhig, aber konstant angespannt, da du nie genau weißt, was dich hinter der nächsten Kurve erwartet.

Die Umgebung wirkt trostlos, leer und bedrohlich
Spielerisch bleibt Dreadway bewusst einfach. Die Steuerung ist leicht zugänglich und erfordert keine lange Eingewöhnung, wirkt stellenweise aber etwas steif. Gerade bei längeren Fahrten fällt auf, dass sich das Fahrgefühl kaum verändert. Abwechslung entsteht weniger durch neue Mechaniken als durch Atmosphäre und Ereignisse, die während der Fahrt auftreten. Wer tiefgehende Interaktionen oder komplexe Systeme erwartet, wird hier eher enttäuscht, denn Dreadway setzt klar auf Reduktion.Die größte Stärke des Spiels liegt in seiner Präsentation. Die Umgebung wirkt trostlos, leer und bedrohlich, ohne auf billige Schockeffekte zu setzen. Dunkle Farben, eingeschränkte Sicht und gezielte Soundeffekte sorgen dafür, dass du dich ständig beobachtet fühlst. Gerade die Geräuschkulisse trägt viel zur Wirkung bei. Motorengeräusche, Wind, entfernte Laute und plötzliche akustische Störungen erzeugen eine permanente unterschwellige Anspannung, auch wenn gerade scheinbar nichts passiert.
Grafik und Sound:
Grafisch ist Dreadway zweckmäßig umgesetzt. Die Details sind eher schlicht, erfüllen aber ihren Zweck. Wichtig ist weniger die technische Qualität als die Stimmung, und diese trifft das Spiel gut. Technisch läuft es auf dem PC überwiegend stabil, kleinere Ruckler oder kurze Performanceeinbrüche können auftreten, halten sich aber meist im Rahmen und zerstören die Atmosphäre nicht komplett. Inhaltlich erzählt Dreadway seine Geschichte sehr zurückhaltend. Du bekommst keine klaren Erklärungen oder ausformulierten Dialoge, sondern setzt dir das Geschehen aus Beobachtungen und Andeutungen selbst zusammen. Das kann sehr wirkungsvoll sein, wenn du dich gern auf Interpretation einlässt, wirkt aber auch schnell dünn, wenn du eine klare Handlung oder erzählerische Tiefe erwartest. Der Fokus liegt eindeutig auf Gefühl und Stimmung statt auf Story. Der Sound spielt in Dreadway eine zentrale Rolle für die Wirkung des Spiels. Statt auf laute Schockeffekte setzt es auf eine zurückhaltende, oft fast unangenehm ruhige Klangkulisse. Das konstante Motorengeräusch, Wind, Reifen auf dem Asphalt und entfernte, kaum einzuordnende Geräusche sorgen dafür, dass du dich während der Fahrt nie wirklich sicher fühlst. Musik wird nur sehr sparsam eingesetzt und tritt meist in den Hintergrund, wodurch Umgebungsgeräusche umso stärker wirken. Gerade diese Reduktion verstärkt die Spannung, weil Stille hier fast bedrohlicher ist als jeder laute Effekt. Der Sound trägt maßgeblich dazu bei, dass selbst längere Fahrten ohne sichtbare Ereignisse eine anhaltende Unruhe erzeugen und die Atmosphäre dauerhaft dicht bleibt.

Trailer:











