
Am 17. Februar 2026 erscheint das Gelegenheitsspiel des Entwicklers und Publishers Totally Normal Creature, bei dem Glück und Unglück nah beieinander liegen. In meiner Review erzähle ich dir mehr.
Story & Handlung
Die Story steht von Anfang an im Mittelpunkt und ist das Herz von Fate’s Theater. Du findest dich in einem geheimnisvollen Theater wieder, in dem Schicksale aufgeführt, beeinflusst und manchmal auch gebrochen werden. Deine Rolle ist dabei bewusst nicht eindeutig: Du bist Zuschauer, Akteur und Mitverantwortlicher zugleich. Die Handlung entfaltet sich über Dialoge, Szenenwechsel und Entscheidungen, die den Verlauf der Geschichte spürbar beeinflussen können. Statt einer klaren Gut-gegen-Böse-Struktur geht es um Moral, Verantwortung und die Frage, wie viel Einfluss man auf das Schicksal anderer nehmen darf. Die Geschichte wird ruhig, manchmal fast poetisch erzählt und lässt bewusst Raum für Interpretation. Wer aufmerksam liest und zuhört, entdeckt viele Zwischentöne und thematische Tiefe.

Gameplay:
Spielerisch ist Fate’s Theater eher reduziert und ordnet sich klar der Erzählung unter. Du bewegst dich durch verschiedene Bühnenbereiche, führst Gespräche, triffst Entscheidungen und interagierst mit ausgewählten Objekten. Rätsel oder Herausforderungen sind einfach gehalten und dienen hauptsächlich dazu, das Tempo zu steuern. Der größte spielerische Einfluss liegt in deinen Entscheidungen, auch wenn deren Konsequenzen nicht immer sofort sichtbar sind. Das Gameplay fühlt sich dadurch mehr wie ein interaktives Bühnenstück als wie ein klassisches Spiel an, was sehr gut zum Konzept passt, aber nicht jeden abholen wird. Fate’s Theater überzeugt vor allem durch seine Atmosphäre und seine Geschichte. Die Verbindung aus Theaterästhetik, moralischen Entscheidungen und ruhiger Erzählweise ist ungewöhnlich und stimmig. Das Spiel traut sich, Fragen offen zu lassen und den Spieler zum Nachdenken zu bringen. Spielerisch bietet das Spiel wenig Abwechslung. Wer Action, komplexe Rätsel oder hohe Interaktivität sucht, wird hier nicht fündig. Auch das gemächliche Tempo und die symbolische Erzählweise können für manche zu distanziert oder langatmig wirken.Grafik und Sound:
Grafisch setzt das Spiel auf einen stilisierten, theatralischen Look. Bühnenbilder, Lichtsetzung und Perspektiven erinnern bewusst an eine Inszenierung auf der Theaterbühne. Die Optik ist nicht technisch aufwendig, aber sehr gezielt eingesetzt. Farben, Schatten und Übergänge unterstützen die Stimmung und helfen dabei, Emotionen und Themen visuell zu transportieren. Wer fotorealistische Grafik erwartet, wird enttäuscht sein, wer einen eigenständigen Stil schätzt, dürfte Gefallen daran finden. Der Sound trägt wesentlich zur Wirkung von Fate’s Theater bei. Musik wird gezielt eingesetzt, oft zurückhaltend und stimmungsvoll, um Szenen emotional zu verstärken. Stimmen und Geräusche wirken bewusst inszeniert, fast wie bei einem Hörspiel oder Theaterstück. Stille spielt ebenfalls eine wichtige Rolle und lässt bestimmte Momente stärker wirken. Insgesamt unterstützt der Sound die erzählerische Ausrichtung sehr gut.

Trailer









