Radiolight

PC, Shadow PC

Am 23. Oktober 2025 erschien das Thrillerspiel des Entwicklers Krystof Knesl und Publishers Iceberg Interactive, bei dem du als Ermittler eine Wahrheit aufdecken musst und selbst überleben darfst. In meiner Review erzähle ich dir mehr. 

Die Story bleibt bewusst offen und interpretationsfähig 

Radiolight ist ein atmosphärisches PC-Spiel, das stark auf Spannung, Orientierungslosigkeit und psychologischen Horror setzt. Du bewegst dich durch dunkle, oft kaum einsehbare Umgebungen, wobei Licht und Geräusche deine wichtigsten Werkzeuge sind. Statt klassischer Action oder direkter Bedrohung entsteht der Horror hier vor allem im Kopf, durch Unsicherheit, Stille und das Gefühl, nicht allein zu sein. Inhaltlich erzählt Radiolight seine Geschichte sehr zurückhaltend. Du bekommst keine klaren Erklärungen oder langen Texte, sondern setzt dir das Geschehen aus Eindrücken und Andeutungen zusammen. Die Story bleibt bewusst offen und interpretationsfähig. Das kann sehr wirkungsvoll sein, wenn du Freude daran hast, dir selbst Gedanken zu machen, kann aber auch unbefriedigend wirken, wenn du eine klare Handlung erwartest. Der Umfang des Spiels ist überschaubar und eher auf eine intensive, kurze Erfahrung ausgelegt.

Du erkundest, interagiers mit Objekten und löst Rätsel

Im Gameplay geht es hauptsächlich darum, dich mithilfe einer Lichtquelle und eines Radios durch die Umgebung zu navigieren. Sicht ist stark eingeschränkt, und viele Bereiche liegen komplett im Dunkeln. Du musst genau beobachten, hinhören und vorsichtig vorgehen. Das Radio spielt dabei eine zentrale Rolle, da es Hinweise geben kann, aber auch für zusätzliche Verunsicherung sorgt. Oft bist du dir nicht sicher, ob ein Geräusch relevant ist oder nur Teil der Atmosphäre. Genau dieses permanente Zweifeln erzeugt eine konstante Anspannung. Spielerisch bleibt Radiolight bewusst simpel. Du erkundest, interagierst mit wenigen Objekten und versuchst, deinen Weg zu finden. Rätsel sind eher leicht gehalten und dienen vor allem dazu, den Spielfluss aufrechtzuerhalten, statt echte Herausforderungen zu bieten. Das Spiel verlangt keine schnellen Reaktionen, sondern Geduld und Aufmerksamkeit. Wer hektisches Gameplay erwartet, wird hier nicht fündig, wer sich jedoch gern langsam in eine Stimmung hineinziehen lässt, findet genau das richtige Tempo.

Grafik und Sound:

Grafisch setzt Radiolight auf einen minimalistischen Stil. Die Umgebungen sind dunkel, reduziert und oft abstrakt, wodurch Details in den Hintergrund rücken. Technisch ist das Spiel eher schlicht, nutzt Licht und Schatten aber effektiv, um Unsicherheit zu erzeugen. Kleine technische Schwächen oder einfache Animationen fallen auf, werden jedoch durch die dichte Atmosphäre größtenteils aufgefangen. Der Sound ist eine der größten Stärken des Spiels. Knacken, Rauschen, entfernte Geräusche und kurze akustische Signale sorgen dafür, dass du ständig angespannt bleibst. Musik wird nur sehr sparsam eingesetzt, wodurch Stille eine fast bedrohliche Wirkung bekommt. Gerade das Zusammenspiel aus Radio, Umgebungsgeräuschen und plötzlichen akustischen Veränderungen trägt maßgeblich zur Wirkung des Spiels bei und verstärkt den psychologischen Horror deutlich.

Trailer:

 


Fazit

Radiolight ist ein ruhiges, konsequent atmosphärisches Horror-Spiel, das weniger auf Schockeffekte und mehr auf psychologische Spannung setzt. Du bekommst kein actionreiches Erlebnis, sondern eine dichte, oft unangenehme Stimmung, die sich langsam aufbaut und lange anhält. Spielerisch bleibt vieles sehr einfach, doch Sounddesign und Lichtnutzung tragen das gesamte Erlebnis. Wenn du langsamen Horror, subtile Bedrohung und offene Erzählweise magst, ist Radiolight eine kurze, aber eindrucksvolle Erfahrung. Wer hingegen klare Story, Abwechslung oder klassisches Gameplay sucht, dürfte sich schnell unterfordert fühlen.


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