Oldest Golden Treasure

Meta Quest 3, VR, Quest, Meta

Am 16. Dezember 2025 erschien das Abenteuerspiel des Entwicklers und Publishers Vasil4N auf Meta Quest, welches auch im Februar 2026 für Steam erscheinen soll. Was dich erwartet, erzähle ich dir in meiner Review.

Story und Handlung:

In Oldest Golden Treasure spielst du einen Entdecker, der durch Environmental Storytelling ein seltsames und uraltes Geheimnis aufdeckt. Es gibt keine langen Dialoge, keine filmischen Zwischensequenzen und nur sehr wenige direkte Erklärungen. Stattdessen wird die Geschichte durch Symbole, Mechanismen, alte Technologien und die Räume, durch die du dich bewegst, erzählt. Du setzt die Teile zusammen, indem du beobachtest, experimentierst und langsam verstehst, wie diese Welt funktioniert. Es ist ruhig und subtil, aber es fühlt sich eher beabsichtigt als leer an.

Die Rätsel sind das Highlight

Das Gameplay dreht sich ausschließlich um das Lösen von Rätseln. Es gibt keine Kämpfe und keinen Druck, voranzukommen. Man bewegt sich durch kompakte Umgebungen, untersucht Objekte, interpretiert visuelle Hinweise und findet heraus, wie verschiedene Systeme miteinander verbunden sind. Die Rätsel sind das klare Highlight. Es gibt eine schöne Vielfalt an ihnen, und was noch wichtiger ist: Das Spiel nimmt einen nicht an die Hand. Man soll selbst nachdenken, Dinge ausprobieren und gelegentlich auch Fehler machen. Besonders gut funktioniert, wie viele dieser Rätsel zu befriedigenden „Aha“-Momenten führen. Wenn man endlich versteht, was ein Symbol bedeutet oder wie ein Mechanismus funktioniert, fühlt sich das wirklich lohnend an. Alle notwendigen Hinweise sind in der Umgebung vorhanden, und wenn man wirklich nicht weiterkommt, gibt es ein integriertes Hinweissystem, das einen sanft vorantreibt, ohne die Dinge direkt für einen zu lösen. Das ist eine clevere Balance, insbesondere für ein rätselorientiertes VR-Spiel.

Einige Problemchen

Allerdings hat das Spiel Schwierigkeiten, Interaktionen klar zu kommunizieren. Eine seiner größten Schwächen ist, dass es oft schwer zu erkennen ist, welche Objekte als Werkzeuge verwendet werden können, welche interaktive Requisiten sind und welche nur dekorative Elemente darstellen. Viele Umgebungen sind mit Objekten gefüllt, die wichtig aussehen, aber nur einige davon sind es tatsächlich. Ein gutes Beispiel dafür ist ein Rätsel im Keller, bei dem es um ein Portal geht. An der Wand sind Zeichnungen zu sehen, die bestimmte Aktionen andeuten, man zieht einen Hebel, aber nichts passiert. In der Nähe befindet sich ein Schrank voller Gegenstände wie eine Rohrzange, eine Kurbel und einige seltsame Sicherungen. Zunächst wirken diese wie Requisiten im Hintergrund. In Wirklichkeit muss man jedoch die Kurbel nehmen und sie an einer großen schwarzen Box neben dem Hebel verwenden. Das Problem ist, dass sich die Box in die Umgebung einfügt und der Schlitz, in den die Kurbel passt, fast unsichtbar ist, wenn man nicht aktiv danach sucht. Diese mangelnde visuelle Klarheit zeigt sich auch an anderer Stelle. Zu Beginn des Spiels muss man ein altes Telefon benutzen, aber zuerst muss man es einschalten. Der Einschaltknopf ist an der Seite versteckt und sieht nicht eindeutig wie etwas aus, mit dem man interagieren kann. Momente wie dieser können gut gestaltete Rätsel frustrierend machen, nicht weil die Lösung schlecht ist, sondern weil das Spiel nicht klar signalisiert, was man tatsächlich tun kann.

Grafik und Sound:

Optisch sieht Oldest Golden Treasure gut aus und läuft gut auf der Quest 3. Die Texturen sind einfach, die Beleuchtung ist grundlegend und nichts ist besonders beeindruckend, aber alles funktioniert. Das größere Problem ist der Ton. Es gibt überhaupt keine Hintergrundmusik. Abgesehen von gelegentlichen Soundeffekten wie knarrendem Holz oder sich öffnenden Türen ist das Spiel sehr leise. Diese Stille lässt das Erlebnis eher karg als atmosphärisch wirken, und etwas dezente Hintergrundmusik hätte viel bewirkt. Das Spiel ist außerdem sehr kurz. Man kann es in weniger als 300 Minuten durchspielen (5 Stunden), möglicherweise sogar noch schneller. Es gibt einen Speedrun-Modus, der noch einmal unterstreicht, wie kurz das Spielerlebnis ist. Das Spiel wirkt wie ein Herzensprojekt, das mit Sorgfalt und Begeisterung, aber mit begrenzter Zeit und begrenzten Ressourcen entwickelt wurde.

Trailer:

 


Fazit

Oldest Golden Treasure hat ein cleveres Puzzle-Design und eine klare kreative Note. Mit mehr Feinschliff, ein paar Patches, die einige Bugs beheben, besserer Interaktionsklarheit und stärkerem Audio könnte es etwas Besonderes sein. VR-Puzzle-Fans, die clevere Ideen schätzen und das Genre der Escape Room Spiele lieben, könnten auf ihre Kosten kommen und sollten sich Oldest Golden Treasure auf ihre Wunschliste setzen. Das Spiel ist bereits für Meta Quest erschienen und kommt im Februar 2026 auch auf Steam VR.


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