
Am 10. November 2025 erschien das Rennspiel des Entwicklers Teyon sowie Competition Company und Publishers Competition Company, bei der du zahlreiche GT3-Klassen fahren darfst. In meiner Review erzähle ich dir mehr.
GT3-Klasse als Rückgrat
Das Fahrmodell ist einer der wichtigsten Aspekte eines Sim-Racing-Titels, und Rennsport bietet ein recht glaubwürdiges Erlebnis. Die Physik der Autos kann als solide bezeichnet werden, selbst wenn man mit einem Controller spielt. Die Autos verhalten sich genau so, wie man es erwartet, was bedeutet, dass man sie nicht so rücksichtslos fahren kann wie in Gran Turismo. Die Autos der GT3-Klasse, das Rückgrat des Spiels, lassen sich im Allgemeinen angenehm bis an ihre Grenzen fahren, auch wenn das Force-Feedback noch nicht die Tiefe und Präzision ausgereifterer Simulatoren erreicht. Alle Autos sind mit einem physikalischen System ausgestattet, das jedem einzelnen sein eigenes Gewicht, seinen eigenen Schwung und seine eigenen Haftungsgrenzen verleiht. Das bedeutet, dass jedes Auto anders reagiert, wenn man zu spät bremst oder versucht, Kurven mit unangemessener Geschwindigkeit zu fahren, und die Autos können heftig über- oder untersteuern, sodass man gegen die Leitplanken prallt. Es versteht sich von selbst, dass dieses Rennspiel nichts für Gelegenheitsspieler ist. Ziel ist es, dir das komplette Erlebnis eines Rennwochenendes zu bieten, bei dem du auf der Rennstrecke trainieren, im Qualifying die schnellste Runde fahren und dich dann in einem echten Rennen beweisen musst.

Weniger umfangreich als die der direkten Konkurrenten
Was den Inhalt angeht, präsentiert sich Rennsport überzeugend, aber nicht begeisternd. Die verfügbaren Autos und Rennstrecken sind qualitativ hochwertig, aber zahlenmäßig weniger umfangreich als die der direkten Konkurrenten. Die Modi umfassen Einzelrennen, Zeitfahren, Sonderveranstaltungen und einen gut ausgebauten Multiplayer-Bereich, der das Herzstück des Projekts bildet. Es gibt eine Einzelspieler-Kampagne, die jedoch sehr einfach ist, es gibt zahlreiche Pokale zu gewinnen, und man muss das Anfängerniveau überwinden, um zum Amateur- und dann zum Profi-Level zu gelangen. Leider handelt es sich hierbei um eine Komponente ohne jeglichen Reiz oder Persönlichkeit, die eher einem Trainingsmodus als einem Einzelspielermodus ähnelt. Es gibt auch keine Optionen, um das Erlebnis in irgendeiner Weise anzupassen, was für diejenigen, die das Spiel etwas zu schwierig finden, ein Problem sein könnte. Online-Rennen sind das Herzstück von Rennsport, und hier glänzt das Spiel. Dank eines sehr intuitiven Kalender- und Programmsystems ist es einfach zu sehen, welche Wettkämpfe anstehen, und sich für die Teilnahme anzumelden. Sobald man an einer Veranstaltung teilnimmt, laufen die Rennen reibungslos ab, einschließlich Cross-Play mit der Fahrergemeinschaft. Das Strafsystem kann jedoch manchmal etwas zu streng sein, also wundere dich nicht, wenn du bestraft wirst, auch wenn dich jemand rammt.Grafik und Sound:
Aus visueller Sicht ermöglicht die Unreal Engine 5 die Darstellung sorgfältig nachgebildeter Rennstrecken, detailgetreuer Autos und eines Beleuchtungssystems, das die Wetterbedingungen und den Tag-Nacht-Zyklus optimal zur Geltung bringt. Einige Strecken, wie Spa oder Goodwood, sind dank der Materialdarstellung und der Umgebungseffekte besonders gelungen. Auch der Sound wurde mit jedem Update verbessert: Motorengeräusche, Reifenquietschen und Getriebevibrationen tragen zu einem guten Eintauchen in das Spiel bei. Allerdings ist die technische Umsetzung nicht ohne Mängel. Auf dem PC zeigt Rennsport Optimierungsprobleme mit Einbrüchen in der Bildrate und hin und wieder auftauchenden Texturen, die den Spielfluss beeinträchtigen. Nichts, was nicht mit weiteren Patches behoben werden könnte, aber Elemente, die derzeit darauf hindeuten, dass sich der Titel noch in der Entwicklung befindet. Die umstrittenste Komponente bleibt das Wirtschaftsmodell: Obwohl es sich um einen kostenpflichtigen Titel handelt, enthält Rennsport Mikrotransaktionen für Lackierungen und kosmetische Inhalte. Diese haben keinen Einfluss auf die Wettbewerbsfähigkeit, aber die Entscheidung wurde von einem Teil der Community kritisiert, der ein umfassenderes Paket ohne zusätzliche Kosten erwartet hatte. Es gibt auch eine kostenlose Version, diese beinhaltet jedoch nur ein Auto und zwei Strecken, was quasi als Demo angesehen werden kann.

Trailer:













