Curse of the Sea Rats

PC

Indie-Metroidvania-Spiele gibt es heutzutage wie Sand am Meer und Curse of the Sea Rats ist ein weiteres Spiel, das sich auf Metroidvania-Mechaniken und andere Merkmale des Genres stützt und dies mit einer charmanten, handgezeichneten Grafik tut.

Story und Handlung:

Curse of the Sea Rats spielt an der irischen Küste während der Seefahrer-Ära des Britischen Imperiums und beginnt mit einer bunt zusammengewürfelten Mannschaft bestehend aus Matrosen und Piraten, die von der Piratenhexe Flora Burn mit einem Fluch belegt wurde, der sie in Nagetieren und anderen Kreaturen verwandelt. Um den Fluch rückgängig zu machen, muss das Quartett gegen Nagetierpiraten kämpfen und es mit monströsen Bossen aufnehmen.

Vier Charaktere und das volle Metroidvania Erlebnis

In Curse of the Sea Rats könnt ihr zwischen vier Nagetieren euren Lieblingscharakter wählen und auch zwischen den Checkpunkten jederzeit switchen. Jeder der Charaktere hat seine eigenen Werte, Fähigkeiten, Stärken und Schwächen, leider wird bis zum Ausprobieren nicht ersichtlich welche Unterschiede die Figuren untereinander besitzen. Zudem hat jeder Charakter seinen eigenen Skilltree, in dem man Erfahrungspunkte in verschiedene Fähigkeiten, Stärkungszauber und Fertigkeiten investieren kann, bspw. in zusätzlichen Schaden, kritische Trefferchance, die Möglichkeit, mehr als einen Zauber abzufeuern und so weiter. Das ist zwar nichts Neues im Genre, aber das Fortschrittssystem bietet dadurch einen großen Anreiz, weiterhin Feinde zu besiegen, Truhen zu plündern und Geheimnisse zu lüften. Das Metroidvania-Genres wurde sehr gut implementiert, das Platforming ist reaktionsschnell und ziemlich befriedigend, unser wilder Nager springt mit Leichtigkeit von Plattform zu Plattform. Auch die Kämpfe sind ziemlich flott und unsere pelzigen Helden können mit allen möglichen Kombinationen, Paraden, magischen Angriffen und vielem mehr zuschlagen. Mit erledigen der Gegner ladet ihr auch eure magischen Angriffe wieder auf, zudem werdet ihr viel Backtracking betreiben müssen um Schmuckstücke und Power-Ups zu plündern, die es uns ermöglichen, zuvor unzugängliche Orte zu erreichen.

Erkundung und Bosse

In Curse of the Sea Rats finden sich auch viele der für Metroidvania-Spiele typischen Design-Elemente wie Schnellreisepunkte (die man mit Erfahrungspunkten bezahlen muss, um sie freizuschalten) und eine Karte, auf der man sehen kann, wo man schon war und wohin man als Nächstes gehen muss. Wo Curse of the Sea Rats ein wenig stolpert, ist die Karte selbst, die uns nicht so viele Informationen gibt, wie wir vielleicht brauchen. Sicher, sie zeigt uns den Grundriss der Welt, aber es gibt keine Legende oder einen Schlüssel, der uns sagt, was die verschiedenen Symbole auf der Karte bedeuten. Auch dies ist, ähnlich wie das Fehlen von Details zu den vier Charakteren, ein merkwürdiges Versäumnis, nicht zuletzt, weil es so offensichtlich erscheint, dass es überhaupt vorhanden ist. Typisch für Metroidvania-Spiele, tauchen auch die Bosskämpfe regelmäßig auf und stellen eine große Herausforderung dar, die es in Curse of the Sea Rats zu meistern gibt.

Grafik und Sound:

Die Charaktere und Animationen in Curse of the Sea Rats erinnern an einen Animationsfilm aus den 80er Jahren von Don Bluth und strotzt nur so vor künstlerischem Flair und ausdrucksstarkem Design. Es ist einfach schade, dass die Umgebungen, die vergleichsweise detailarm und spärlich sind, nicht mit dem Kaliber der verschiedenen Persönlichkeiten mithalten können. Auch die niedrig aufgelösten Videosequenzen sind nicht gerade hilfreich und insbesondere das Einführungsvideo nimmt den Charakterdesigns von Anfang an etwas von ihrem Glanz weg.  

Trailer


Fazit

Curse of the Sea Rats ist ein gelungenes Metroidvania-Spiel. Die handgezeichnete Grafik ist größtenteils wunderschön, die Kämpfe und das Platforming sind gut implementiert worden und letztlich befriedigend. In Verbindung mit dem Fehlen einiger Qualitätsmerkmale, einem allgemeinen Mangel an Politur und dem Fehlen jeglicher echter Ambitionen, kämpft Curse of the Sea Rats jedoch darum, sich in einem zunehmend konkurrierenden Genre voller Spitzenleistungen zu behaupten. Zudem ist die Spielzeit mit etwa 10 Stunden auch nicht besonders lang, die unterschiedlichen Enden annimieren aber dafür zum erneuten Spielen und eignet sich daher vor allem für echte Fans des Genre, die nichts neues wollen.


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