Lone Survivor - The Director's Cut

 

Für PC-Spieler war der Indie-Horror "Lone Survivor" wohl einer der unerwarteten Überraschungshits vor anderthalb Jahren. PS3 und Playstation Vita werden kurz vor Halloween mit dem Director's Cut versorgt, der das Horror-Erlebnis mit Cross-Play-Funktionen, neuen Inhalten, deutschen Bildschirmtexten und einigen Anpassungen für die aktuellen Sony-Spielsysteme optimiert.

 

Der Apartment-Schreck

Die Welt hat es wieder mal erwischt: Ein unbekanntes Virus hat scheinbar den Großteil der Menschheit dahingerafft oder sie zu widerlichen Monstern mutieren lassen. Als Apartment-Bewohner mit Mundschutz versucht man von nun an zu überleben, was in "Lone Survivor" einer Spielzeit von etwa fünf Stunden entspricht. Auf dem gefährlichen Weg durch Flure und Wohnungen trifft man nicht nur auf mysteriöse Nachrichten und vereinzelte Überlebende, sondern auch auf die gefährlichen Ungeheuer. Diesen entledigt sich der Protagonist entweder mit der gefundenen Pistole, schleicht alternativ um sie herum oder lockt sie mit Gammelfleisch in eine stille Ecke. Die abweichende Vorgehensweise ohne Gewalteinsatz spart viel von der rar verteilten Munition ein.



Wie es sich für einen waschechten Überlebenskünstler in apokalyptischer Umgebung gehört, untersucht er allerlei Gegenstände und Interaktionspunkte, sammelt Objekte auf, steckt diese ins Inventar, löst einfache Rätsel und sucht fortan nach essbaren Lebensmitteln. Die Spielfigur wird nämlich ständig von Hunger sowie Schlaflosigkeit geplagt, was in überschaubaren Zeitabständen per Texteinblendung mitgeteilt wird. Weil das Spiel komplett auf Zustandsanzeigen verzichtet, sollte der Held deshalb regelmäßig Snacks zu sich nehmen und sein Bett aufsuchen, um zur Ruhe zu kommen und an dieser Stelle den Spielstand abzuspeichern. An großzügig verteilten Spiegeln, die als Teleportationspunkte zwischen bestimmten Räumen dienen, kommt die Spielfigur schnellstmöglich wieder zum letzten Spielfortschritt zurück, ohne sich durch den ganzen Komplex erneut durchzukämpfen. Eine jederzeit aufrufbare Übersichtskarte, die mit ihren hilfreichen Anzeigen direkt an jene aus "Silent Hill" erinnert, erleichtert die etwas schwierige Orientierung ungemein. Mit einer Taschenlampe, die Batterien verbraucht, werden dunkle Stellen nach weiteren interessanten Punkten durchleuchtet.

 

Minimale Technik - maximale Wirkung

Grafisch präsentiert sich das Survival-Horror-Abenteuer komplett in grobpixeliger 2D-Optik, die jedoch ihre Wirkung keinesfalls verfehlt. Allen voran die eingestreuten und überraschend auftretenden Schockeffekte sind besonders verstörend sowie mit gelungenen Filtereffekten versehen. Selbst das Spiel aus Licht und Schatten ist gelungen. Gleich gut fügen sich die perfekte Steuerung und der tolle, Angst einflößende Soundtrack mitsamt schauderhafter Geräuschkulisse ins düstere Ambiente.

 


Fazit

"Lone Survivor: The Director's Cut" schafft es auch auf PS3 und Playstation Vita deutlich besser als die sogenannten Blockbuster des Horrorgenres der letzten Jahre, einen gehörigen Schrecken über die gesamte Spielzeit einzujagen. Mit seinem unkomplizierten Spielablauf, den kleinen Raffinessen wie Essens- und Schlafzwang, der stilsicheren Optik und der schauderhaften Akustik ist der Indie-Titel ein angenehm überraschender Pflichtkauf für kleines Geld.

(10.10.2013)


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