Speedrunners 2: King of Speed

Shadow PC, PC

Mit „Speedrunners 2: King of Speed“ kehrt das schnelle Multiplayer-Plattformspiel zurück und verbindet das bewährte, präzise Gameplay mit neuer Optik, zusätzlichen Modi und Rennen für bis zu acht Spieler.

 

Ein geliebter Partyhit bekommt einen Nachfolger

Das ursprüngliche „SpeedRunners“ war in meinem Freundeskreis ein echtes Partyspiel. Das präzise Plattform-Gameplay machte unglaublich viel Spaß, und besonders die Möglichkeit, deine Freunde in spannenden Rennduellen gezielt zu ärgern, sorgte für jede Menge Chaos. Optisch war das Spiel zwar eher schlicht und wenig spektakulär, doch das hervorragende Gameplay machte diesen Schwachpunkt mehr als wett. Auch nach dem Release wurde „SpeedRunners“ gut unterstützt. Auf dem PC standen zahlreiche von Spielern erstellte Karten zum Download bereit, während das Spiel regelmäßig günstig im Angebot erhältlich war. Falls du es bisher nicht gespielt hast, lohnt sich ein Blick darauf definitiv – es ist ein kleines, cleveres und bis heute unterhaltsames Spiel. Nun steht mit „SpeedRunners 2: King of Speed“ der Nachfolger bereit. Auf den ersten Blick klingt das vielversprechend: eine deutlich schönere Optik, zusätzliche Spielmodi, chaotische Rennen für bis zu acht Spieler und sogar eine Einzelspieler-Kampagne für alle, die lieber alleine unterwegs sind. Auf dem Papier sind das starke Argumente. In der Praxis wirkt jedoch vieles davon überraschend überflüssig.

Das bewährte Spielprinzip

Das Herzstück, das „SpeedRunners“ so großartig gemacht hat, ist auch in „Speedrunners 2: King of Speed“ vollständig erhalten geblieben. Das kompetitive 2D-Plattform-Gameplay ist ebenso schnell, präzise und vielschichtig wie im Original. Das Prinzip ist schnell erklärt: Du und deine Gegner rast durch die verschiedenen Level, springst, rutschst, prallst von Wänden ab und schwingst dich mit dem Greifhaken durch die Umgebung. Ziel ist es, die Führung zu übernehmen und deine Rivalen so weit zurückzudrängen, dass sie aus dem Rennen ausscheiden. Sobald der erste Spieler eliminiert wurde, schließt sich ein Feuerring an den Bildschirmrändern immer weiter und verkleinert das Spielfeld, bis nur noch ein winziger Bereich für das entscheidende Duell übrig bleibt. Zusätzliche Hindernisse sorgen für weitere Herausforderungen, während du Power-ups sammelst und gegen deine Gegner einsetzt. Neben bekannten Waffen wie Gefrierstrahl und Feuerball gibt es auch neue Ergänzungen, etwa einen Blaster mit Mehrfachschüssen. Besonders der Greifhaken bleibt ein echtes Highlight: Einen vorausfahrenden Gegner zu schnappen, ihn zurückzuziehen und sich dabei selbst nach vorne zu katapultieren, fühlt sich einfach fantastisch an. Genau diese Mischung macht „Speedrunners 2: King of Speed“ zu einem starken Multiplayer-Titel. Du kannst jederzeit unkompliziert einsteigen und Spaß haben, gleichzeitig bietet das Spiel viel Raum für Geschick und Übung. Wer die Mechaniken wirklich beherrscht, kann sich einen deutlichen Vorteil verschaffen. Und falls gerade keine Mitspieler zur Hand sind, stehen dir Bots zur Verfügung.

Neue Modi, wenig Mehrwert

Mit einer eigenen Kampagne versucht „Speedrunners 2: King of Speed“, etwas mehr Abwechslung zu bieten. Darin ziehen die verschiedenen, an Superhelden angelehnten Läufer los, um „Rush City“ zu retten. Zwar gibt es zusätzlich klassische Übungs- und Tutorial-Modi, doch auch die Kampagne vermittelt vor allem die Grundlagen – ergänzt durch einige größere Bosskämpfe, bei denen du die in den Levels gesammelten Power-ups einsetzen musst. Leider kann die Kampagne kaum überzeugen. Sie wirkt einfallslos und schnell langweilig. Nach den ersten Leveln fehlte mir bereits die Motivation, sie weiterzuspielen. Auch die dafür freischaltbaren Skins und Erfahrungspunkte für deine Charaktere konnten daran wenig ändern, da das Fortschrittssystem insgesamt recht belanglos wirkt. Daneben gibt es einige neue Spielmodi. In „Token Hunt Rally“ sammelst du möglichst viele Token und musst sie bis zum Ablauf der Zeit verteidigen. Kollisionen und erlittenem Schaden lassen dich Token verlieren, während der für „Speedrunners“ typische Feuerring komplett entfällt. Das Ergebnis bleibt allerdings wenig spannend. Der „Lap Race“-Modus ist deutlich simpler: Drei Runden gilt es zu absolvieren, wobei der schnellste Spieler gewinnt. „Skyfall Rush“ orientiert sich dagegen stärker am klassischen Modus, sorgt mit teilweise zufälligen und unfair wirkenden Herausforderungen jedoch eher für Frust als für zusätzlichen Spielspaß. Grundsätzlich sind die neuen Modi keine Katastrophe, doch sie gehen meiner Meinung nach am eigentlichen Kern vorbei. Fans hätten sich vermutlich vor allem mehr von dem gewünscht, was „Speedrunners“ bereits großartig gemacht hat. Immerhin gibt es acht neue Karten mit jeweils acht Varianten, sodass entsprechender Nachschub vorhanden ist. Schade ist nur, dass ein Teil der Entwicklungsarbeit in Spielmodi geflossen ist, die sich weniger überzeugend in die bewährte Formel einfügen.

Trailer


Fazit

„Speedrunners 2: King of Speed“ versteckt ein hervorragendes Gameplay unter einer Vielzahl von Zusätzen, die nur selten einen echten Mehrwert bieten. Das klassische, kompetitive Plattform-Gameplay funktioniert nach wie vor großartig und macht besonders dann Spaß, wenn du einfach mehr „Speedrunners“ möchtest – nur in schönerer Optik. Schade ist allerdings, dass sich der Nachfolger so stark auf neue Modi und Inhalte konzentriert, anstatt die bewährte Formel gezielt auszubauen. Das eigentliche Potenzial ist vorhanden, doch vieles drumherum lenkt eher vom Kern ab, der das Original zu einem so starken Multiplayer-Spiel gemacht hat.


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