Jotunnslayer: Hordes of Hel

Nintendo Switch 2

„Jotunnslayer: Hordes of Hel“ schickt dich in die Welt der nordischen Mythologie, wo du dich durch gewaltige Gegnerhorden kämpfst, mächtige Builds entwickelst und dich immer stärkeren Jötunn stellst.

Mythologie als Rahmenhandlung

Die Geschichte von „Jotunnslayer: Hordes of Hel“ dient vor allem als Rahmen für die actionreichen Kämpfe. Du schlüpfst in die Rolle eines verdammten Kriegers, der sich durch verschiedene Reiche kämpft, Horden von Kreaturen besiegt und am Ende jedes Levels einem mächtigen Jötunn gegenübersteht. Wer diese Prüfungen überlebt, darf sich Jötunnslayer nennen. Die nordische Mythologie sorgt dabei für eine passende, epische Atmosphäre, wird erzählerisch jedoch nur oberflächlich genutzt. Dialoge, tiefgründige Charaktere oder größere Wendungen spielen kaum eine Rolle. Der Fokus liegt klar auf den Kämpfen und deinem Fortschritt. Wenn du eine komplexe Geschichte suchst, dürfte dir daher etwas fehlen. Der Reiz liegt vielmehr in den verschiedenen Schauplätzen, Göttern und Kreaturen, denen du auf deinem Weg begegnest.

Horden, Builds und mächtige Götter

„Jotunnslayer: Hordes of Hel“ setzt auf das bekannte Prinzip von Survivors-ähnlichen Spielen. Zu Beginn stehen dir zwei Klassen zur Verfügung, weitere Charaktere kannst du im Laufe des Spiels freischalten. Jeder besitzt einen eigenen Startangriff, eine Spezialfähigkeit und individuelle Upgrades. Deine Hauptangriffe werden automatisch ausgeführt, sobald Gegner in Reichweite kommen. Du konzentrierst dich daher auf Bewegung, Ausweichen und den gezielten Einsatz deiner Spezialfähigkeiten. Mit zunehmender Größe der Horden wird es immer wichtiger, nicht eingekesselt zu werden und rechtzeitig neue Fluchtwege zu finden. Besonders viel Spaß macht das Zusammenstellen deines Builds. Du kannst bis zu fünf Angriffsfähigkeiten kombinieren, die teilweise von deiner Klasse und teilweise von den nordischen Göttern stammen. Thor setzt beispielsweise auf Blitze und mächtige Gewitter, während Loki mit Illusionen, Gift und Täuschung arbeitet. Dazu kommen passive Boni für etwa mehr Lebenspunkte, Geschwindigkeit oder kritischen Schaden. Mit der richtigen Kombination entwickelst du dich schnell zu einer wahren Kampfmaschine und kannst ganze Horden innerhalb kürzester Zeit auslöschen. Für etwas Abwechslung sorgen Nebenaufgaben wie das Sammeln von Gegenständen, Aktivieren von Portalen oder Erobern bestimmter Gebiete. Zwar wiederholen sich diese Aufgaben relativ schnell, doch die Belohnungen in Form von Erfahrung, Münzen und Ressourcen lohnen sich. Damit kannst du die Fähigkeiten deiner Klassen und Götter dauerhaft verbessern. Selbst ein gescheiterter Lauf bringt dich also weiter. Neben verschiedenen Levels und Schwierigkeitsgraden steht dir auch ein Endlosmodus zur Verfügung. Schwächer fällt dagegen das Kartendesign aus: Viele Bereiche bestehen aus großen, offenen Flächen mit wenigen Hindernissen oder taktisch interessanten Elementen. Dadurch fehlt es den Kämpfen stellenweise an Abwechslung und die einzelnen Runs können mit der Zeit etwas eintönig wirken.

Nordische Welten in starker Optik und Performance auf der Nintendo Switch 2

Optisch kann „Jotunnslayer: Hordes of Hel“ durchaus überzeugen. Detaillierte Charaktermodelle, flüssige Animationen und spektakuläre Partikeleffekte sorgen auch während großer Gegnerwellen für eine gute Übersicht. Die verschiedenen Gebiete greifen typische Elemente der nordischen Mythologie auf und führen dich durch eisige, feurige und düstere Landschaften. Besonders gelungen sind die Charaktere und Jötunn. Die gewaltigen Bosse wirken imposant und vermitteln mit ihrem Design ihre mythologische Herkunft. Auch die Benutzeroberfläche bleibt übersichtlich und fügt sich stimmig in den Gesamtstil ein. Auf der Nintendo Switch 2 ist „Jotunnslayer“ grundsätzlich gut spielbar und unterstützt sowohl den Handheld- als auch den TV-Modus. Nintendo bewirbt die Version als für die Switch 2 optimiert. Allerdings berichten Spieler von einer Zielrate von etwa 30 FPS und Einbrüchen, wenn besonders viele Effekte und Gegner gleichzeitig auf dem Bildschirm erscheinen. Auch von Abstürzen wird vereinzelt berichtet. Gerade bei einem Spiel, das regelmäßig große Gegnerhorden und zahlreiche Partikeleffekte gleichzeitig darstellt, ist das ein Punkt, den du berücksichtigen solltest.

Trailer


Fazit

„Jotunnslayer: Hordes of Hel“ erfindet das Survivors-Genre nicht neu und zeigt vor allem bei den Missionen und dem Kartendesign gewisse Schwächen. Trotzdem überzeugt dich das Spiel mit einem motivierenden Spielfluss, gelungenen Builds und jeder Menge actionreicher Kämpfe. Wenn du Survivors-ähnliche Spiele magst oder eine Vorliebe für die nordische Mythologie hast, bekommst du hier ein unterhaltsames und durchaus fesselndes Gesamtpaket. Trotz kleinerer Schwächen ist „Jotunnslayer“ daher eine klare Empfehlung für Fans des Genres.


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